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FAQ

Eichrecht

Das Mess- und Eichrecht legt fest, welche Anfor­de­rungen für Messge­räte einzu­halten sind. Damit sollen akkurate Messergeb­nisse sicher­ge­stellt werden. Das Eichrecht ist besonders wichtig, wenn die Messungen die Basis für Rechts­ge­schäfte und Abrech­nung ist, wie Elektrizitätszählern.

Das Eichrecht dient dem Verbrau­cher­schutz und garan­tiert den Endnut­zern, dass der von einer Ladesäule bezogene Strom korrekt gemessen wurde.

Wird der Strom kostenlos zur Verfügung gestellt bedarf es keiner Eichrechtskonformität.

Soll der vom Unter­nehmen am Unter­neh­mens­standort zur Verfügung gestellte Strom nach Kilowatt­stunden (kWh) auf die Nutzer (z.B. Mitar­beiter, Besucher, Kunden) der Ladesäule abgerechnet werden, benötigt die Ladesäule Eichrechtskonformität.

Wird der Firmen­wagen beim Mitar­beiter zu Hause geladen, reicht ein MID-zerti­fi­zierter Zähler.

An Mitar­beiter kann der Strom alter­nativ pauschal monatlich (gemäß §3 Nr. 50 EStG) abrechnet werden, was keine Eichrechts­kon­for­mität benötigt.

Korrekte, nachvoll­zieh­bare und trans­pa­rente Preis­an­gabe und Abrech­nung von Ladestrom hat nach Kilowatt­stunden (kWh) zu erfolgen (§3 PAngV). Preise rein auf Zeit basierend oder pauschale Abrech­nungen je Ladevor­gang sind unzulässig.

EEG-Umlage

Wenn Ihr Unter­nehmen die Ladesäule selbst betreibt, ist die EEG-Umlage generell abzuführen, außer bei Eigen­nut­zung von Strom aus Eigen­erzeu­gung. Nutzt Ihr Unter­nehmen selbst produ­zierten Strom nur für Ihre eigenen Firmen­wagen, dann entfällt die EEG-Umlage.

Steuer­recht­liche Vorteile

Privat- und Firmen­wa­gen­be­sitzer, die ihr Fahrzeug auf dem Gelände ihres Arbeit­ge­bers aufladen, müssen dies seit 2017 nicht als geldwerten Vorteil angeben.

Arbeit­geber, die kosten­loses Aufladen von Elektro­fahr­zeugen oder Fahrrä­dern anbieten, werden bis 2030 nicht für diese Dienst­leis­tung besteuert.

Gesetz­liche Anfor­de­rungen an Ladepunkte gemäß GEIG

Das Gesetz verpflichtet Besitzer zum Ausbau von Leistungs- und Ladein­fra­struktur an Gebäuden. Die Elektro­mo­bi­lität wird somit zu einem essen­zi­ellen Bestand­teil der Bauplanung.
Ziel des Gesetzes ist es, den Ausbau der Leitungs- und Ladein­fra­struktur für die Elektro­mo­bi­lität im Gebäu­de­be­reich zu beschleu­nigen und anderer­seits die Bezahl­bar­keit des Bauens und Wohnens zu wahren.
Nur Nicht­wohn­ge­bäude in Besitz und Nutzung von KMUs sind hiervon nicht betroffen.
Das GEIG zum Nachlesen finden Sie hier.

In neu zu errich­tenden Wohnge­bäuden mit mehr als 5 Stell­plätzen muss für alle Stell­plätze die Leitungs­in­fra­struktur für elektri­sche Ladesta­tionen geschaffen werden. Das inklu­diert Platz für Mess‑, Steuer- und Regelungs­ein­rich­tungen, also Leerrohre, Kabel­trassen und Schalt­schränke, jedoch nicht die konkreten Kabel und den eigent­li­chen Ladepunkt.

Für neu zu errich­tende Nicht­wohn­ge­bäuden mit über 6 Stell­plätzen muss für mindes­tens jeden dritten Stell­platz diese Leitungs­in­fra­struktur geschaffen werden. Zusätz­lich ist mindes­tens ein funkti­ons­fä­higer Ladepunkt herzustellen.

Bei „größeren Renovie­rungen“ ist das GEIG auch auf bestehende Wohn- und Nicht­wohn­ge­bäude mit mehr als 10 Stell­plätzen anzuwenden. Bei Nicht­wohn­ge­bäuden muss jeder fünfte Stell­platz nachge­rüstet werden, bei Wohnge­bäuden jeder Stellplatz.

Außerdem bestimmt das GEIG, dass in jedem bestehenden Nicht­wohn­ge­bäude mit über 20 Stell­plätzen in oder am Gebäude ab 2025 mindes­tens ein Ladepunkt zu errichten ist.

KfW-Förderung 441

Für Vorhaben in Deutsch­land sind folgende wirtschaft­lich tätige Unter­nehmen antragsberechtigt:

  • Unter­nehmen der gewerb­li­chen Wirtschaft, die sich mehrheit­lich in Privat­be­sitz befinden
  • Kommunale Unter­nehmen
  • Körper­schaften und Anstalten des öffent­li­chen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände
  • Gemein­nüt­zige Organi­sa­tionen einschließ­lich Kirchen
  • Einzel­un­ter­nehmer oder Freiberufler

Gefördert wird die Umsetzung des Gesamt­vor­ha­bens nach Abschluss der Planungs­phase bis zur Inbetrieb­nahme. Dies umfasst den Erwerb und die Errich­tung einer fabrik­neuen Ladesta­tion mit einem oder mehreren Ladepunkten inklusive des elektri­schen Anschlusses (Netzan­schluss und Batte­rie­spei­cher) sowie damit verbun­dene notwen­dige Neben­ar­beiten an nicht öffent­lich zugäng­li­chen Stell­plätzen in Deutschland.

Bei der Ermitt­lung der Gesamt­kosten können Kosten für folgende Leistungen berück­sich­tigt werden:

  • die Ladestation(en) selbst (Hardware)
  • das Energie­ma­nage­ment- bzw. Ladema­nage­ment­system zur Steuerung von Ladesta­tionen (Software/Backend)
  • der elektri­scher Anschluss (Netzan­schluss) sowie etwaige Batteriespeichersysteme
  • notwen­dige Elektro­in­stal­la­ti­ons­ar­beiten inklusive der Erdarbeiten
  • notwen­dige techni­sche und bauliche Maßnahmen am Netzan­schluss­punkt und am Gebäude (zum Beispiel bauliche Verän­de­rungen zur Teilnahme an einem Flexi­bi­li­täts­me­cha­nismus nach § 14a Energie­wirt­schafts­ge­setz (EnWG))
  • notwen­dige Ertüch­ti­gungs-/Moder­ni­sie­rungs­maß­nahmen der Gebäu­de­elek­trik sowie der Telekom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bin­dung der Ladestation

Nicht gefördert werden die laufenden Kosten im Betrieb.

Die Förderung erfolgt durch einen Inves­ti­ti­ons­zu­schuss, der nach Abschluss Ihres Vorhabens von der KfW-Bank auf Ihr Konto überwiesen wird. Der Zuschuss beträgt 70% der förder­fä­higen Gesamt­kosten, jedoch maximal 900,00 Euro pro Ladepunkt.

Unter­schreiten die Gesamt­kosten des Vorhabens 1.285,71 Euro, wird keine Förderung gewährt.

Insgesamt ist die Förderung auf maximal 45.000 Euro je Standort (Inves­ti­ti­ons­adresse) beschränkt. Sind unter einer Inves­ti­ti­ons­adresse mehrere Unter­nehmen ansässig, so gilt der maximale Zuschuss­be­trag je Inves­ti­ti­ons­adresse und Unternehmen.

  1. Die Förderung wird online bei der KfW beantragt.
  2. Die Förderung wird bewilligt.
  3. Das Vorhaben wird binnen 12 Monaten nach Bewil­li­gung umgesetzt.
  4. Die Ladein­fra­struktur wird in Betrieb genommen und in der OBELIS-Plattform der NOW GmbH angemeldet.
  5. Die Förderung wird ausgezahlt.
  6. Während der garan­tierten Halte­dauer von sechs Jahren wird in einem halbjähr­li­chen Report die verladene Strom­menge über OBELI gemeldet.

Berück­sich­tigen Sie bei der Antrag­stel­lung, dass die Anzahl der Ladepunkte nach der Antrag­stel­lung im Zuschuss­portal nicht erhöht werden kann. Kommen im Zuge einer Erwei­te­rung des Vorhabens weitere Ladepunkte hinzu, stellen Sie vor dem Beginn dieses Teilvor­ha­bens einen weiteren Antrag im KfW-Zuschussportal.

Die Nutzung der Ladesta­tion ist ausschließ­lich für das Aufladen unter­neh­mens­ei­gener elektrisch betrie­bener Flotten­fahr­zeuge und Carsha­ring-Fahrzeuge sowie der elektrisch betrie­benen Fahrzeuge der Beschäf­tigten des Unter­neh­mens vorgesehen.

Die Kombi­na­tion mit anderen öffent­lichen Förder­mitteln wie Krediten, Zulagen und Zuschüssen ist nicht möglich. Für ergän­zende Vorhaben wie z.B. die Errich­tung einer PV-Anlage können aber weitere KfW-Förder­­pro­gramme genutzt werden.

Spätes­tens bis zum Upload der Rechnungen im Zuschuss­portal  muss der Stromliefer­vertrag für erneuer­bare Energien abgeschlossen sein, er muss zu diesem Zeit­punkt aller­dings noch nicht begonnen haben.

Neben­ar­beiten wie z. B. Erd­arbeiten dürfen durch das antrag­stel­lende Unter­nehmen in Eigen­regie ausge­führt werden. Die Errich­tung und Inbetrieb­nahme (Anschluss) der Ladein­fra­struktur muss durch ein Fach­unternehmen erfolgen, das in einem Installateur­verzeichnis eines Netz­betreibers ein­getragen ist.

Nicht­öf­fent­liche Ladeinfrastruktur

Aktuell müssen Sie das noch nicht. Der Gesetz­geber arbeitet aber an einer Verpflich­tung. Ein erster Schritt war die Verab­schie­dung des Gebäude-Elektro­mo­bi­li­täts­in­fra­struktur-Gesetz (GEIG). Es regelt, dass beim Neubau von Nicht­wohn­ge­bäuden mit mehr als sechs Stell­plätzen jeder dritte Stell­platz mit Schutz­rohren für Elektro­kabel auszu­statten ist. Bei einer größeren Renovie­rung bestehender Nicht­wohn­ge­bäude mit mehr als zehn Stell­plätzen muss jeder fünfte Stell­platz mit Schutz­rohren für Elektro­kabel ausge­stattet und zusätz­lich mindes­tens ein Ladepunkt errichtet werden.

In der Regel sind Ladepunkte an Firmen­ge­bäuden nicht­öf­fent­lich. Und damit bestimmt der Eigen­tümer des Ladepunktes über die Spiel­re­geln. Die wichtigste für den Betreiber: Er kann den Ladepunkt öffent­lich zugäng­lich machen, muss es aber nicht. Ein nicht­öf­fent­li­cher Ladepunkt kann über indivi­du­elle Regelungen freige­schaltet werden.

Die staat­li­chen Förde­rungen stehen in den Start­lö­chern. Aus unseren Erfah­rungen mit dem KfW-Programm 440 für privat genutzte Wallboxen wissen wir, dass mit dem Start der Förderung alle Anbieter vor der Flut der Anfragen kapitu­lieren. Sie sollten daher jetzt schon Ihr Vorhaben planen und dimensionieren.

Generell steigern Sie den Wert und die Attrak­ti­vität Ihrer Gewer­be­im­mo­bilie, wenn Sie eine Ladein­fra­struktur vorhalten und mit einem cleveren Energie­ma­nage­ment nutzen Sie etwaige Solar­energie besonders effizient.

Prinzi­piell sind die zu beant­wor­tenden Fragen dieselben wie im Einfamilienheim:

  • Wie viele Ladepunkte sind sinnvoll und wo sollen diese instal­liert werden?
  • Wie ist die Leitungs­füh­rung von der Haupt­ver­tei­lung bis zu den Ladepunkten?
  • Wieviel Strom soll an den Ladepunkten zu Verfügung gestellt werden und was verkraftet der Hausanschluss?
  • Wie sollen die Ladepunkte freige­schaltet bzw. verwaltet werden?
  • Wie wird die am Ladepunkt abgenom­mene Energie erfasst und protokolliert?

All diese Fragen beant­worten wir gemeinsam in einem Vor-Ort-Termin an der Immobilie. Denn nur vor Ort lassen sich die tatsäch­li­chen Begeben­heiten erfassen und es ergeben sich Optimie­rungs­mög­lich­keiten, die nach Aktenlage verborgen geblieben wären. Verein­baren Sie am besten noch heute einen Termin mit CUBOS.

Von Ladema­nage­ment spricht man, wenn die einzelnen Ladevor­gänge gesteuert, erfasst und verwaltet werden. In der Regel erfolgt das über eine Software.

Schon in der einfachsten, denkbaren Konfi­gu­ra­tion brauchen Sie an einer Gewer­be­im­mo­bilie ein Ladema­nage­ment – außer sie geben den Ladepunkt komplett frei wie eine Steckdose: Stecker rein, Strom kommt raus. Dies empfehlen wir noch nicht einmal auf dem “Chefpark­platz”, denn spätes­tens beim Finanzamt wird es wegen des geldwerten Vorteils unangenehm.

Unter Lastma­nage­ment versteht man die Verwal­tung von paral­lelen Ladevor­gängen an mehreren Ladepunkten einer Haupt­ver­tei­lung. Hierbei kann es um die Auftei­lung der maximalen Gesamt­la­de­leis­tung gehen oder um das Verwalten der im System zusätz­lich zur Verfügung stehenden Energie aus Photo­vol­taik oder ähnlichem.

Die Königs­klasse ist ein volldy­na­mi­sches Lade-Lastma­nage­ment, bei dem der Laden­punkt­be­treiber über eine zentrale Bedien­ein­heit sämtliche Ladevor­gänge an allen Ladepunkten einsehen, steuern und verwalten kann.

Natürlich muss Ihr Arbeit­geber Ihnen das Aufladen gestatten, schließ­lich ist es zunächst erstmal sein Strom. Ohne sein Einver­ständnis würden Sie sich unrecht­mäßig berei­chern. Doch das Thema ist komplexer. Gestattet Ihnen der Arbeit­geber das Laden am Firmen­ge­bäude, so ist dieser Strom in der Regel als geldwerter Vorteil anzusehen – ähnlich wie eine Tankkarte oder ein Fahrt­kos­ten­zu­schuss. Solche Zuwen­dungen unter­liegen Freigrenzen. Überschreiten Sie diese, müssen Sie dafür Steuern zahlen.

WEGs sind durch das bisherige Förder­pro­gramm 440 der KfW gefallen, denn eine WEG gilt nicht als Privat­person und nur die waren antrags­be­rech­tigt, bisher konnte nur jeder Wohnungs­ei­gen­tümer für sich eine Wallbox­för­de­rung beantragen. Eine WEG hat häufig aber auch kein Interesse, Ladein­fra­struktur zu kaufen und vor allem zu betreiben, weil sie damit ihre Mehrwert­steu­er­be­freiung gefährdet. Hier kommt der so genannte Charging Point Operator – kurz CPO – ins Spiel. Der CPO sitzt zwischen der WEG als Insti­tu­tion und dem Autofahrer, der an den Ladepunkten Strom in sein Auto “tankt”. CUBOS berät WEG in diesem Zusam­men­hang mit einem breiten Erfah­rungs­schatz, stellt die entspre­chende Software zur Verfügung und bietet diesen Dienst als CPO ggf. auch selbst an.